In der Siegesstraße 19 in München, dem heutigen Firmensitz der First Frame Film, war in den sechziger und siebziger Jahren einer der legendärsten Jazzclubs Europas, das „Domicile“, zuhause.
Hier spielten alle großen Amerikaner, wenn sie auf Europa-Tournee nahe genug an München herankamen. Das Domicile lag mitten im Münchner Künstlerviertel Schwabing. Von seinem Ambiente her vergleichbar mit Soho in London, Greenwich Village in New York oder dem aus Paris nicht wegzudenkenden Künstlerviertel Quartier Latin.
Nicht nur die berühmten Jazz-Stars aus New York tummelten sich in den heiligen Hallen des von Ernst Knauff gegründeten Clubs, auch berühmte Münchner gingen hier ein und aus: Uschi Obermaier war hier einst Kellnerin, vor der Bar stand Abi Ofarim mit seinen Gespielinnen und der Karikaturist Olaf Klama malte dort seine kleinen Männchen, die ihn dann später reich und berühmt machten. Udo Lindenberg lebte sogar ein Jahr direkt über dem Domicile – was ihm viele Inspirationen für seine Musik lieferte und auch Christian Ude, Münchner Oberbürgermeister, schwärmt noch heute von der guten alten Zeit.
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